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Newsletter 3 / 2016 (Juli)

Liebe DEAB-Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

Grenzzäune ziehen, Sicherheitslücken schließen, aufrüsten – diese Konzepte haben wieder Konjunktur. Um uns zu schützen und um unseren Wohlstand, unsere Arbeitsplätze, unsere Sozialleistungen für uns zu sichern. Alte Reflexe, die der Illusion entspringen, man könnte das tatsächlich auf Dauer gewährleisten, inmitten einer globalisierten Weltgesellschaft, die Verlierer und Gewinner schafft, die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert und in der viele Menschen unter Krieg und Gewalterfahrungen, Perspektivlosigkeit und Rechtlosigkeit leiden.

Die Herausforderung ist größer denn je, über Hintergründe und Zusammenhänge fundiert zu berichten, billigen Schuldzuweisungen und scheinbar einfachen Lösungen entgegenzutreten, den Weg der kleinen Schritte weiterzugehen. Und denen den Rücken zu stärken, die für die Einhaltung der Menschen- und Bürgerrechte eintreten, Unrecht benennen und an tragfähigen Konzepten für die Zukunft arbeiten.

Doch zuvor wünsche Ihnen eine erholsame Sommerpause, um frische Kraft zu tanken und das Schöne am Leben genießen zu können.

Mit herzlichen Grüßen aus der DEAB Geschäftsstelle,
Claudia Duppel


Visionen und Rückblicke: Die Mitgliederversammlung des DEAB

„Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, wichtige entwicklungspolitische Akzente in der Landespolitik zu setzen“, sagte Luzia Schuhmacher, Vorstandssprecherin des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg auf der Mitglieder-Versammlung in Stuttgart. Tatsächlich blickten die Mitglieder des DEAB im Juni auf ein Jahr zurück, das geprägt war von intensiver entwicklungspolitischer Arbeit rund um die Landespolitik, aber auch von einem glanzvollen Jubiläumsfest zum 40-jährigen Bestehen und einer Konferenz, die Visionen und zukünftige Ziele zum Inhalt hatte.

DEAB MV 2016

„Wir werden darauf achten, dass die globale Perspektive weiterhin ihren Niederschlag in der Landespolitik findet“, gab Vorstandssprecher Ralph Griese einen Ausblick in die Zukunft. Erfreulich sei die Tatsache, dass im neuen Koalitionsvertrag die Agenda 2030 mit den globalen Nachhaltigkeitszielen der neuen Nachhaltigkeitsstrategie des Landes zugrunde gelegt werden soll. „Die Aufgabenvielfalt ist gewachsen“, stellte Claudia Duppel, Geschäftsführerin des Dachverbands, fest. Die Mitarbeitenden engagieren sich in der Beratung und Verbreitung des Fairen Handels, informieren Kommunen, Kirchengemeinden und Verbraucher zum Thema „Nachhaltige öffentliche Beschaffung“, fördern das Globale Lernen in und außerhalb von Schulen und sie gestalten die Entwicklungspolitik in Baden-Württemberg in unterschiedlichen Gremien mit. Darüber hinaus ist der DEAB Träger des Eine-Welt-Promotor*innenprogramms. Hier arbeiten acht Regionalpromotoren und neun, für definierte Bereiche zuständige, Fachpromotoren unter dem Dach des DEAB zusammen. Sie informieren Interessenten aus allen Bereichen über die Inhalte der Agenda 2030 und haben das gemeinsame Ziel, die darin definierten globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

„Der DEAB muss sich institutionell weiterentwickeln und seine Strukturen den gewachsenen Verantwortungen im Land anpassen“, so Claudia Duppel. Wie reizvoll diese und alle anderen Aufgaben des DEAB sind, machte die Wahl des neuen Vorstands deutlich, bei der die Kandidaten ihre Visionen und Tätigkeitsfelder beschrieben. Zum neuen Team des Vorstands gehören nun Rainer Burkhardt, Ralph Griese, Susanne Kammer, Uwe Kleinert, Freda Marful, Luzia Schuhmacher, Sigrid Schell-Straub. Ausgeschieden ist Eugen Schütz, der den DEAB weiterhin im Bereich Kultur und der Redaktion des Journals Südzeit unterstützen wird.

Ein aktuelles Thema hielt der Nachmittag bereit. Die AG Diversity informierte gemeinsam mit dem Experten Dr. Prasad Reddy über einen Verhaltenskodex zu Bildern und Botschaften der Entwicklungspolitik und über tief verwurzelte Rassismen. Dieses Themenfeld soll zukünftig durch einen festen Mitarbeitenden beim DEAB abgedeckt werden. Freundlich begrüßt wurde Christine Neher, die sich als neue Fair-Handels-Beraterin den Mitgliedern vorstellte. Sie wird ihre Arbeit im September aufnehmen und für den Osten von Baden-Württemberg zuständig sein.

Download: Jahresbericht 2015


Vorgestellt: Neu im DEAB-Vorstandsteam

Rainer Burkhardt

Auf der Mitgliederversammlung des DEAB im Juni wurde ich in den Vorstand gewählt. Einige Teilnehmer der Versammlung kannten mich bereits, denn vor 17 Jahren war ich schon einmal Teil des DEAB-Vorstandteams. Hier ein paar Informationen zu meiner Person: Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet (auch mit dem Nürtinger Weltladen, da dort meine Frau hauptamtlich arbeitet) und habe zwei Töchter im Alter von 15 und 17 Jahren. Bis Mai 2017 werde ich noch als Vorstand im Weltladen Esslingen tätig sein.

Die Herbstkonferenz des DEAB im Jahr 2015 ermutigte mich zur Vorstandskandidatur, da ich dort die Präsenz des Dachverbands in der Öffentlichkeit und seine sehr breite Aufstellung durch das Promotor*innenprogramm wahrnehmen konnte. Beides will ich mit meiner Mitarbeit unterstützen. Studiert habe ich Versorgungstechnik (Heizung/Lüftung) mit Schwerpunkt Umwelttechnik und bin beruflich auch dort zuhause. Daher will ich meine Kenntnisse insbesondere bei folgenden globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) einbringen:
Nr. 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.
Nr. 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern.
Nr. 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

Weiterhin möchte ich die Vernetzung des DEABs mit Umweltgruppen voranbringen. Ich freue mich auf viele interessante Begegnungen und die neuen Aufgaben.

Rainer Burkhardt


Faire Woche 2016

Vom 16. bis 30. September 2016 findet die 15. bundesweite Faire Woche statt. Dieses Jahr steht sie unter dem Motto: „Fairer Handel wirkt!“ Der DEAB und zahlreiche Weltläden begehen die Faire Woche auf vielfältige Weise. Eines der Highlights ist die Veranstaltung „Faire Kaffeepause im Landtag Baden-Württemberg“.  Am 28. September 2016 wird das DEAB-Team im Foyer des Landtags die Abgeordneten und Landtagsmitarbeiter*innen unter dem Motto „Fairer Handel wirkt! Für eine gute Nachbarschaft hier und weltweit“ zu einer Fairen Kaffeepause einladen. Das DEAB-Team stellt fair gehandelten Kaffee und faire Snacks bereit und wird mit den Abgeordneten über die Wirkungen des Fairen Handels in Nord und Süd ins Gespräch kommen – als Lobbyarbeit für den Fairen Handel. Daneben machen die DEAB-Mitarbeitenden mit Fußspuren, die u.a. die Aufschrift tragen „Weltweit: Fluchtursachen bekämpfen“, sowie mit Buttons auf sich aufmerksam. Auch die „Handyaktion“ wird sich vorstellen und eine Sammelbox für nicht mehr benötigte Handys im Landtag aufstellen, die der Wiederverwertung oder dem Recycling zugeführt werden.


Broschüre „Faire Woche 2016 in Stuttgart“

Darf es eine Kaffee-Probe, eine spannende Ausstellung, eine kulinarische Verkostung oder eine politische Aktion sein? In Stuttgart verlocken zahlreiche Veranstaltungen aller Art während der Fairen Woche zu einem Besuch. Damit kein Event verpasst wird, bietet die Broschüre „Faire Woche 2016 in Stuttgart“ eine umfassende Übersicht über alle Veranstaltungen. Sie ist ab Anfang August auf der DEAB-Website zu finden.


Buttons: „Fairer Handel wirkt! Für eine gute Nachbarschaft hier und weltweit“
 

Button Gute Nachbarschaft hie und weltweit

Zeichen setzen gegen Intoleranz und Rassismus (nicht nur) während der Fairen Woche: Niemand soll wegen seiner Hautfarbe, seiner Religion oder einer anderen Eigenschaft ausgeschlossen werden. Um dies sichtbar zu machen, gibt es beim DEAB in Kürze Buttons und Aufkleber mit der Aufschrift „Fairer Handel wirkt! Für eine gute Nachbarschaft hier und weltweit“. Damit distanziert sich das DEAB-Team von intoleranten Äußerungen, die eine vielfältige Gesellschaft angreifen. Der Faire Handel bietet konkrete Handlungsmöglichkeiten, denn er trägt bei zu menschenwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit. Weltladen-Teams, die Mitglied beim Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg, sind, erhalten eine kleine Anzahl Buttons vor Beginn der Fairen Woche kostenlos, um sie während ihrer Veranstaltung selbst tragen oder ihren Abgeordneten vor Ort überreichen zu können.

Kontakt: elena.muguruza@deab.de


Grabmale aus verantwortlicher Herstellung: Wir bitten um Ihre Unterstützung!

MenschenWürdiges Gedenken: Plakat
 

„Kinderarbeit ist wieder erlaubt“ titelte so manche Tageszeitung, nachdem der Verwaltungsgerichtshof Mannheim zum wiederholten Mal ein kommunales Verbot von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit für nichtig erklärt hatte. Die unerträgliche Situation dauert an: Es ist dem Gesetzgeber in der vergangenen Legislaturperiode nicht gelungen, durch die Änderung des baden-württembergischen Bestattungsgesetzes eine rechtssichere Grundlage für diese kommunalen Verbote zu schaffen. Und so bleibt erst einmal weiter erlaubt, was niemand will: Grabsteine aus Kinder- und Sklavenarbeit.

DEAB und Werkstatt Ökonomie versuchen, den Skandal nicht nur auf der rechtlichen Ebene anzugehen, sondern auch durch Sensibilisierung der Bevölkerung. Zur Verfügung stehen ein DIN-A2-Plakat und eine Klappkarte mit wenigen, grundlegenden Informationen. Der Landesinnungsverband Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk Baden-Württemberg wurde dafür als Unterstützer gewonnen. Die Materialien sollen in Steinmetzbetrieben, Friedhofsämtern, Bestattungsunternehmen und Pfarrämtern ausgehängt bzw. zum Mitnehmen ausgelegt werden.

Dafür setzen wir auf Ihre Unterstützung: Bitte sprechen Sie Ihre Kommune, die Steinmetze und Bestatter vor Ort und Ihr Pfarramt an und weisen Sie sie auf die Materialien hin. Gerne können Sie ein Materialset kostenlos bei uns anfordern. Außerdem haben wir Anzeigenvorlagen für Tageszeitungen und kirchliche oder kommunale Gemeindeblätter sowie einen Mustertext zum Beispiel für Friedhofswegweiser erstellt, die Sie ebenso bei uns abrufen bzw. unter www.mehr-recht-als-billig.de herunterladen können. Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihre wertvolle Unterstützung!

Kontakt und Bestellungen: u.umpfenbach@deab.de und uwe.kleinert@woek.de
Weitere Informationen: www.mehr-recht-als-billig.de


Landesbündnis für verantwortungsvolle Handelspolitik

Im April 2016 wurde von den im TTIP-Beirat der Landesregierung vertretenen zivilgesellschaftlichen Organisationen und weiteren Landesverbänden das „Landesbündnis für verantwortungsvolle Handelspolitik“ gegründet. Der DEAB ist Gründungsmitglied. Dieses Bündnis bildet den Trägerkreis für die landesweite Demonstration gegen CETA und TTIP, die am Samstag, 17. September in Stuttgart stattfinden wird. Das Bündnis befasst sich darüber hinaus mit der Frage, ob gegen CETA und TTIP mit dem neuen Instrument des Volksantrags in Baden-Württemberg vorgegangen werden soll.


September: Landesweite Demo gegen CETA und TTIP

Am Samstag, 17. September, finden bundesweit Demonstrationen gegen die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA, CETA und TTIP, statt. Auch in Stuttgart wird es eine landesweite Demonstration geben. Der DEAB ist im landesweiten Demo-Bündnis vertreten. Denn die internationale Handelspolitik hat massive Auswirkungen auf die Länder des Südens und auf die nachhaltige Entwicklung hier bei uns – dies gilt auch für CETA und TTIP.

Downloads:
Positionspapier des DEAB zur Landtagswahl mit Forderungen zur Handelspolitik
Gründungserklärung des Landesbündnisses für verantwortungsvolle Handelspolitik aufgeführt

Kontakt: Christian Blank, Regionalkoordinator, stuttgart@ttip-demo.de


FAIR macht Schule!

Fair macht Schule

„Wie fair kauft unsere Stadt?“ ist eine der Fragen, mit denen sich Schüler*innen bei den Aktionstagen „FAIR macht Schule!“ auseinandersetzen – und dazu auch Vertreter*innen ihrer Kommune befragen. Die zwei Aktionstage richten sich an Schulklassen in Baden-Württemberg. Die teilnehmenden Schüler*innen befassen sich mit den Themen nachhaltiger Konsum, Fairer Handel und Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen und in der öffentlichen Beschaffung. Bei einer Stadtrallye befragen sie verschiedene Akteur*innen vor Ort. Sie entwickeln Ideen, was sie für eine nachhaltige Entwicklung tun können und wollen – nicht nur als kritische Konsument*innen, sondern auch als Akteur*innen ihrer Schule und Kommune. Qualifizierte Multiplikator*innen begleiten die Umsetzung der Aktionstage. Die Aktionstage finden großen Anklang. So kamen beispielsweise die Schüler*innen des Technischen Berufskollegs I an der Schule für Farbe und Gestaltung Stuttgart am 24. Juni im Rathaus Stuttgart mit Bürgermeister Werner Wölfle ins Gespräch. Auch die Schüler*innen der 10. Klasse des Evangelischen Schulzentrums in Michelbach/Bilz nahmen am 5. und 6. Juli an den Aktionstagen teil und traten im Rahmen einer Stadtrallye in Schwäbisch Hall in Dialog mit Stefano Rossi, dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt Schwäbisch Hall, Vertreter*innen des Weltladens, dem lokalen Einzelhandel und Passant*innen in der Fußgängerzone. In den Wochen vor den Sommerferien sind noch weitere Aktionstage an fünf Schulen in Schorndorf, Sankt Georgen, Sontheim an der Brenz, Mannheim und Heidelberg geplant. Angeboten werden die Aktionstage vom DEAB.

Kontakt: Julia Keller, julia.keller@deab.de
Weitere Informationen: www.fair-macht-schule.de


Säen für die Stadt von morgen

Chor Hiwar

Am 4. Juni kamen über 10.000 Besucher zum diesjährigen Stuttgart Open Fair WeltSTATTMarkt auf den Stuttgarter Schlossplatz. Unter dem Motto „Säen für die Stadt von morgen“ präsentierten über 50 zivilgesellschaftliche Initiativen ihre Konzepte und Projekte für eine global nachhaltige und sozial gerechte Zukunft. Im Bühnenzelt begeisterten Kulturprojekte wie der deutsch-arabische Chor Hiwar. Mit der Aktion „Wir wollen Eure dreckige Kohle nicht“ warben Klima-Aktivist*innen für den Ausstieg aus Investitionen in fossile Energieträger. www.stuttgartopenfair.de


Ihre Termine in Südzeit

Im September erscheint die neue Ausgabe von Südzeit mit dem Schwerpunkt „Essen weltweit“. Gerne nimmt die Redaktion noch Terminhinweise auf. Diese müssen bis spätestens 2. August an die Redaktion geschickt werden: suedzeit@deab.de






Das Eine Welt-PromotorInnenprogramm in Baden Württemberg


Eine-Welt-Promotorin für Beratung und Qualifizierung

Gabriele Radeke

Gabriele Radeke ist seit April 2016 als Promotorin für „Information, Beratung und Qualifizierung" in der DEAB Geschäftsstelle Teil des Eine Welt Promotor*innen-Teams. Die studierte Sozialarbeiterin verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz. Seit 17 Jahren ist die 49-Jährige beim DEAB rund um Entwicklungspolitik und Fairen Handel tätig. Begonnen hat sie diese Arbeit im Jahr 1999 als Fair-Handels-Beraterin für die Region Stuttgart/Mittlerer Neckar. Nach ihrer Elternzeit erfolgte der Aufbau des Fachbereichs Globales Lernen beim DEAB mit dem Schüler*innenkongress „global eyes”, der mittlerweile jährlich in unterschiedlichen Regionen Baden-Württembergs durchgeführt wird. Es folgte das EU-Projekt "Facilitating Global Learning in European CSOs" mit der Entwicklung eines Multiplikator*innen-Kurses zu Globalem Lernen und der Organisation des bundesweiten Bildungskongresses „WeltWeitWissen 2014”.

Als „IBQ & V-Promotorin” des Eine-Welt-Promotor*innen-Programms wird sie sich folgenden Aufgaben zuwenden: Gewährleistung der Grundversorgung auf Landesebene an Information (I), Beratung (B), Qualifizierung (Q) und Vernetzung (V) für Initiativen und Organisationen aus dem Bereich der Eine-Welt-Arbeit.
Dies bedeutet:
• Beratung von Eine-Welt-Initiativen in allen Bereichen ihrer Arbeit
• Unterstützung der Eine-Welt-Initiativen in der Projektarbeit, Informationsarbeit, Mittelakquise etc.
• Vermittlung von Kooperationspartner*innen
• Identifizierung und Vermittlung von Best Practices
• Inhaltliche und politische Weiterentwicklung der Arbeit der Eine-Welt-Initiativen
• Bildung von Synergien und Expertisen durch bundesweite Vernetzung mit anderen Fach- und Regionalpromotor*innen.

Kontakt: Gabriele Radeke, Tel. 0711/66 48 73 28, Mobil 0151/58 53 70 17, gabriele.radeke@deab.de


Studienreise zur EU

Vom 27. bis 30. Juni waren 28 Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher und kirchlicher Eine- Welt- Akteure in Brüssel. In Gesprächen mit Vertreter*innen von Nichtregierungsorganisationen, des EU-Parlaments und der EU-Kommission informierten sie sich über die Auswirkungen der EU-Außenwirtschaftspolitik auf die Länder des Südens und brachten ihre Forderungen nach einer entwicklungspolitisch kohärenten und demokratischen EU-Handelspolitik ein. Organisiert wurde die Reise vom Eine-Welt-Regionalpromotor Stuttgart, der Ökumenischen Koordination und dem Europazentrum Baden-Württemberg.


Buen Vivir in Tübingen

Buen Vivir in Tübingen

Vom 3. bis 10. Mai fanden in Tübingen die Buen Vivir Tage statt. Höhepunkt war ein Kultur- und Politik-Abend mit Alberto Acosta, dem Präsidenten der verfassungsgebenden Versammlung in Ecuador und der Tübinger Band Grupo Sal im ausverkauften Saal des Schlatterhauses. Die von einem breiten Veranstalterbündnis in Zusammenarbeit mit dem Regionalpromotor Stuttgart organisierte Reihe thematisierte in einer Lesung mit dem Autor Fabian Scheidler die Hintergründe unsere Zivilisationsentwicklung und stellte  Fragen nach neuen Lebensmodellen für eine zukunftsfähige Welt.


campusWELTbewerb: Der Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit

campus WELTbewerb

Die Pilotphase des campusWELTbewerbs zwischen 2014 und 2016 erfuhr viel Anerkennung und war so erfolgreich, dass nun eine zweite Ausschreibungsrunde startet. Wir laden Hochschulangehörige in Baden-Württemberg erneut herzlich ein, sich mit Projektskizzen zu global-nachhaltigen Vorhaben zu bewerben. Einreichungsfrist ist der 31. März 2017. Für qualitativ überzeugende Projektskizzen, die zur Bewusstseinsbildung und zu konkretem Handeln zugunsten einer global nachhaltigen Entwicklung beitragen, vergeben wir Preisgelder von insgesamt 50.000 Euro. Erfolgversprechende Projekte setzen auf Teamwork, z.B. auch mit zivilgesellschaftlichen Partner*innen.

Informationen und Teilnahmebedingungen zum global-nachhaltigen Hochschulwettbewerb: http://campusweltbewerb.org
Ansprechpartnerin: Karola Hoffmann, Eine-Welt-Fachpromotorin Hochschulen, forum für internationale entwicklung + planung (finep), Tel. 0711/93 27 68 65, karola.hoffmann@finep.org, http://hochschulpromotorin.finep.org

Der campusWELTbewerb wurde vom forum für internationale entwicklung + planung (finep) ins Leben gerufen. Koordiniert wird der Wettbewerb bei finep von der Eine-Welt-Fachpromotorin Hochschulen. Fördergebende: Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg (campusWELTbewerb), Engagement Global/BMZ sowie Staatsministerium Baden-Württemberg (Eine-Welt-Promotor*innenprogramm). Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, begleitet den Wettbewerb als Schirmfrau.


Gewalt in Mexiko: Lesung und Diskussion

In Mexiko haben sich Bauern, indigene Gruppen und Landbewohner zusammengeschlossen, um nicht der Gewalt durch Staat und Mafia ausgeliefert zu sein. Politiker, Polizei und Militär schützen zwar die Interessen der Mafiabanden, der Mehrheit seiner Bürger garantiert der Staat aber keine Sicherheit. Der Staat wird gar als permanente Gefahr für Leib und Leben verstanden. Im Mai widmete sich eine Lesung und Diskussion in Stuttgart dem Thema „Kann Gewalt legitim sein? Bewaffneter Widerstand gegen Mafia und Staat“. Der mexikanische Autor Luis Hernández Navarro las aus seinem Buch, in dem er die unterschiedlichen Prozesse analysiert hatte. Gemeinsam mit dem Philosophen Philipp von dem Knesebeck, der sich mit neuen asymmetrischen Kriegen auseinandergesetzt hat, diskutierten beide vor rund 40 Gästen, ob es einen gerechten Krieg gibt und ob im Kampf gegen Unterdrückung und Mafia von legitimer Gewalt gesprochen werden kann.

Veranstalter: Amnesty International, Stuttgarter Plattform Menschenrechte, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) und in Kooperation mit: Betriebsseelsorge Caritas, Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, Forum der Kulturen Stuttgart e. V., Evang. Kreisbildungswerk Stuttgart/Hospitalhof, Partner Südmexikos e. V.


Süße Früchte, bittere Wahrheit

Süße Früchte, bittere Wahrheit

Auf Ananasplantagen in Costa Rica werden giftige Pestizide eingesetzt, die Arbeiter erhalten Hungerlöhne und können sich gewerkschaftlich nicht organisieren – das ist die traurige Wahrheit hinter den Ananas, die Supermärkte hierzulande als „nachhaltig“ anpreisen und verkaufen. Über die Situation vor Ort berichteten die Wissenschaftlerin und politische Aktivistin Eva Carazo Vargas und die Umweltaktivistin Xinia María Briceño aus Costa Rica Ende Juni in Stuttgart unter dem Titel „Süße Früchte, bittere Wahrheit“.

Xinia María Briceño ist Leiterin der örtlichen Wassergenossenschaft in Milano, einem der Hauptananasanbaugebiete Costa Ricas. Sie kämpft seit zehn Jahren gegen die Grundwasserverseuchung durch den Einsatz hochgiftiger Pestizide wie unter anderem das in der EU nicht zugelassene Bromacil. Eva Carazo Vargas ist Psychologin und gegenwärtig als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität von Costa Rica tätig, wo sie zu Themen wie kollektive Erinnerung und Identität von Indigenen, Bäuerinnen und Bauern in Mittelamerika forscht. Sie ist seit über zehn Jahren in verschiedenen Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen aktiv und kandidierte 2010 für die linke Partei „Frente Amplio“. Die beiden Costa Ricanerinnen thematisierten vor rund 30 Gästen u. a. die Verletzung von Arbeits- und Menschenrechten und Gesundheits- und Umweltschäden durch den massiven Pestizideinsatz beim Ananasanbau und nahmen auch Bezug auf Oxfams aktuelle Kampagne FIT FÜR FAIR?!  

Veranstalter: Oxfam Deutschland e. V., Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) und Welthaus Stuttgart e. V.


Ausstellung „Klima?Wandel.Wissen!”

Die Ausstellung „Klima?Wandel.Wissen!” (http://germanwatch.org/de/9434) wird vom 21.9. bis 10.11.2016 an mehreren Orten im Ortenaukreis zu sehen sein. Gemeinsam mit den Klima- und Umweltschutzbeauftragten von Kehl, Offenburg, Lahr und Achern hat Eine-Welt-Regionalpromotor Jochen Walter vom Weltladen Regentropfen diese Ausstellung für die Öffentlichkeit und für Schulen ausgeliehen. Im Rahmen der Ausstellung werden Begleitveranstaltungen organisiert.
Wünsche und Anregungen zur Ausstellung an eine-welt@weltladen-offenburg.de


DEAB-Termine

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