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Newsletter 4 / 2016 (Oktober)

Liebe DEAB-Mitgliedsgruppen, liebe Leserinnen und Leser,

der Autoverkehr führt zu einer hohen Umweltbelastung: Der Anteil des Straßenverkehrs an der vom Menschen erzeugten Emission von CO2 liegt bei 11,5 %. Der Beitrag, den Autos zum Feinstaub beitragen, verursacht durch Dieselruß, Bremsbelag- und Reifenabrieb, beträgt 20-60 %, wodurch die Lebenserwartung in der EU um mehr als 8 Monate sinkt. Der Straßenbau versiegelt immer mehr Landschaften. Unser Hunger an Rohstoffen aus aller Welt ist beträchtlich. Das wird auch das Elektro-Auto nicht ändern.

Gleichzeitig spielt die Autoindustrie mit ihren zahlreichen Zulieferbetrieben für Baden-Württemberg eine große Rolle. Sie sichert Arbeitsplätze von zurzeit über 200 000 Beschäftigten, nach dem Maschinenbau die Branche mit den meisten Arbeitsplätzen. Baden-Württemberg sichert seinen Wohlstand wesentlich mit seinen Exporten an Maschinen und (vor allem großen) Autos.

Ein Zielkonflikt. Der Menschen in aller Welt betrifft und nicht ohne schmerzhafte Prozesse gelöst werden kann. Mit möglicherweise harten Konsequenzen für Industrie, Arbeitnehmer*innen, Autofahrer*innen. Das erfordert eine breite gesellschaftliche Debatte über Suffizienz. Diese Debatte möchte der Beirat der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg im nächsten Jahr führen. Debattieren wir mit! Und ziehen wir jetzt schon unsere persönlichen Konsequenzen.

Mit herzlichen Grüßen aus der DEAB-Geschäftsstelle,
Claudia Duppel


Einladung: Entwicklungspolitische Herbstkonferenz des DEAB

Der DEAB lädt zur 7. Entwicklungspolitischen Herbstkonferenz ins Haus der Wirtschaft in Stuttgart ein. Termin: Montag, 7. November 2016, von 16 bis 19 Uhr.
Schwerpunkte sind die entwicklungspolitischen Akzente im Koalitionsvertrag der Landesregierung und die Umsetzung der Agenda 2030 in Baden-Württemberg. Die Veranstaltung möchte einen Dialog zwischen Vertreter*innen der Regierung, des Parlaments und der Zivilgesellschaft ermöglichen. Staatssekretärin Theresa Schopper hat ihr Kommen bereits zugesagt. Nun laden wir alle Interessenten herzlich ein, an der Konferenz teilzunehmen und sich zu den genannten Anliegen auch zu Wort zu melden.
Wir bitten um Anmeldung bis zum 1. November!

Kontakt: claudia.duppel@deab.de


Entwicklungspolitik im Koalitionsvertrag

Der Koalitionsvertrag der Landesregierung enthält wichtige Themen, die unsere Arbeit betreffen. Diese ermöglichen uns eine gute Grundlage für weiterführende Gespräche mit Politik und Verwaltung. Mit den Entwicklungspolitischen Sprecher*innen der drei größeren Fraktionen konnten wir schon ins Gespräch kommen: Dr. Bernhard Lasotta von der CDU, Andrea Schwarz von den Grünen und Peter Hofelich von der SPD.

Dass das Handlungsfeld Entwicklungspolitik im Staatsministerium bleibt und eine Abteilung mit mehreren Mitarbeiter*innen dafür zuständig ist, ist hilfreich und verspricht Kontinuität. Theresa Schopper hat als Staatssekretärin die Verantwortung für den Bereich übernommen, auch mit ihr konnte ein erstes Gespräch geführt werden.

Hier einige für uns wichtige Inhalte des Koalitionsvertrags:

  • Die Entwicklungspolitischen Leitlinien sollen Grundlage der Entwicklungspolitik bleiben. Zusätzlich wird auf die Agenda 2030 und die Globalen Nachhaltigkeitsziele Bezug genommen. Der Rat für Entwicklungszusammenarbeit soll seine Arbeit fortführen.
  • Es gibt eine Zusage, das Eine Welt Promotor*innenprogramm zu erhalten und möglicherweise auszubauen. Fördermittel für die Entwicklungspolitischen Initiativen im Land, für Auslands- und Inlandsarbeit gleichermaßen, sollen erhalten werden, eine Erhöhung der stark überzeichneten und damit nicht ausreichenden Fördermittel ist jedoch leider nicht in Aussicht gestellt; hier bleibt noch etwas zu tun!
  • Das Globale Lernen wird erwähnt, und die Zusammenarbeit zwischen außerschulischen Akteuren und Schulen soll gefördert werden. Auch wird auf die besondere Bedeutung außerschulischer Partner für Ganztagsschulen hingewiesen. Wir beklagen jedoch weiterhin, dass im Kultusministerium selbst sehr wenig Kapazität für Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung vorhanden ist und auch keine Fördermittel für entsprechende Kooperationen vorgesehen sind.
  • Im Bereich Verantwortliche Beschaffung wird zugesagt, „die Vergabestellen für die Anwendung der strategischen Ziele einer nachhaltigen Beschaffung fit zu machen“. Auch hier ist unsere Aufmerksamkeit gefragt.
  • Unsere Forderungen zu menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht in Unternehmen mit Landesbeteiligung und als Bedingung für die Außenwirtschaftsförderung finden sich leider nirgends in dieser verbindlichen Form wieder. Lediglich „anhalten“ möchte die Landesregierung Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, zu menschenrechtlicher Sorgfalt. Und sie möchte "für ein sozialverantwortliches Engagement werben und dabei auch die vorhandenen Instrumente der Außenwirtschaftsförderung nutzen". Wir werden das auf jeden Fall weiterverfolgen.
  • Zur Flüchtlingspolitik gibt es drei Seiten zu dem Grundsatz „Fördern und Fordern“. Vieles bleibt unscharf und zwiespältig.

Kontakt: claudia.duppel@deab.de und uwe.kleinert@deab.de


Stuttgarter Forum für Entwicklung am 21. Oktober 2016

Der DEAB engagiert sich beim 5. Stuttgarter Forum für Entwicklung am 21. Oktober 2016 in Stuttgart. Unter dem Titel „SDG 10: Ungleichheit verringern oder Beim Geld hört die Freundschaft auf!?“ gestaltet der DEAB um 11 Uhr in Kooperation mit Oikocredit Förderkreis BW und dem DGB BW ein Forum. Wolfgang Obenland vom Global Policy Forum Bonn stellt die aktuelle Situation der wachsenden Ungleichheit vor. Malou Juanito von Oikocredit Philippinen erläutert, wie die Ungleichheit in einem Land wie den Philippinen verringert werden kann und welche Rolle die Länder des Nordens dabei spielen. May Czipf von der IG Metall Esslingen veranschaulicht anhand einer Kooperation bei der Berufsausbildung mit Ägypten die praktische Umsetzung einer Partnerschaft. Tomas Tozicka vom weltweiten Bündnis „Global call to action against Poverty“ wird die neue Inequality campaign vorstellen. Herzliche Einladung!

Kontakt: claudia.duppel@deab.de


Die Globalen Nachhaltigkeitsziele der UN und die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg

Am 4. Oktober tagte die AG des Nachhaltigkeitsbeirats, die dafür sorgen soll, dass die Globalen Nachhaltigkeitsziele angemessen in die Leitsätze der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes eingearbeitet werden (siehe http://www.nachhaltigkeitsstrategie.de/fileadmin/Downloads/N-Service/publikationen/N_-Berichte/N_-Berichte/N-Bericht_Zielsetzung.pdf). DEAB-Geschäftsführerin Claudia Duppel war im Auftrag des Rats für Entwicklungszusammenarbeit dabei. Es wurde festgestellt, dass die Mehrheit der SDG (Sustainable Development Goals) der Agenda 2030 sich bereits in den existierenden Leitsätzen der Nachhaltigkeitsstrategie widerspiegeln, dass die globale Perspektive jedoch an einigen Stellen deutlicher gemacht werden muss. Die Entwicklungspolitischen Leitlinien Baden-Württembergs wurden hier berücksichtigt.

Die vorgeschlagenen Änderungen wurden am 15. Oktober auf der Sitzung des Nachhaltigkeitsbeirats besprochen und angenommen. Die Vorlage geht nun in den Ministerrat, der darüber beschließen wird. Dann werden die Fachministerien aufgefordert, zu den Leitsätzen konkrete Ziele und Indikatoren zu erarbeiten. Daraus ergibt sich die Strategie für jedes Ministerium, wie Nachhaltigkeit in der neuen Legislaturperiode umgesetzt und vorangetrieben werden soll. Nach drei Jahren müssen alle Ministerien entlang dieser Indikatoren berichten.

Wir als DEAB verfolgen im Nachhaltigkeitsbeirat das Anliegen, die globale Perspektive in Regierungshandeln konsequent einzubeziehen, sodass regelmäßig gefragt wird, wie sich Entscheidungen auf Menschen in anderen Ländern auswirken, ob Entwicklung gefördert und Menschenrechte eingehalten werden etc. Dabei werden keine schnellen Fortschritte erzielt. Und immer geht es um Kompromisse zwischen den verschiedenen Interessen, die auf die Politik einwirken. Die SDG helfen uns dabei.

Informationen:claudia.duppel@deab.de


Finanzanlagen des Landes sollen nachhaltig werden

Im Oktober vergangenen Jahres hatte der DEAB im Beirat der Nachhaltigkeitsstrategie an die Passage der Entwicklungspolitischen Leitlinien erinnert, nach der sich das Land finanzpolitisch "für eine nachhaltige Geldwirtschaft" einsetzt, die neben ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien auch entwicklungspolitische Kriterien einbezieht." Damals lautete die Auskunft des Finanzministeriums, dass Geldanlagen nur nach Renditegesichtspunkten erfolgen. Und im November hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme des Ministeriums noch lapidar: "Finanzanlagen werden in verschiedenen (Ressort-)Bereichen des Landes getätigt. [...] Das Thema Nachhaltigkeit kann aufgrund der unterschiedlichen Zuständigkeiten nicht allgemeingültig beantwortet werden." Von einer „Nachhaltigkeitsstrategie für Finanzanlagen“, wie sie in den Handlungsempfehlungen zu den Entwicklungspolitischen Leitlinien angesprochen war, konnte bisher also keine Rede sein.

Das soll sich nun grundlegend ändern, wie der DEAB im Finanzministerium von Staatssekretärin Gisela Splett erfuhr: Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Nachhaltigkeit von Finanzanlagen zu stärken. Zunächst sollen Nachhaltigkeitskriterien für die Sondervermögen Versorgungsfonds und Versorgungsrücklage umgesetzt werden; dabei geht es um ein Anlagevolumen von mehr als 5,2 Mrd. Euro, von denen knapp 40 Prozent in Aktien angelegt sind. Vorgesehen ist ein Rückzug aus Investitionen in Unternehmen, die fossile Energieträger fördern oder Atomenergie erzeugen. Neben ökologischen sollen aber auch ethische und soziale Kriterien berücksichtigt werden, etwa die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation. Die notwendigen Beschlüsse über die Anlagerichtlinien sollen noch in diesem Jahr gefasst werden.

Kontakt: uwe.kleinert@deab.de


Faire Kaffeepause: Abgeordnete bekennen sich zu Fairem Handel

Faire Kaffepause 2016

Im Foyer des Landtags in Stuttgart lud der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg, DEAB, am 28. September 2016 zu einer Fairen Kaffeepause unter dem Motto „Fairer Handel wirkt! Für eine gute Nachbarschaft hier und weltweit“ ein. Abgeordnete aller Parteien nahmen das Angebot an. Bei fair gehandeltem Kaffee aus Burundi, dem Partnerland Baden-Württembergs, und fairen Kartoffelchips aus Peru informierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DEAB sowie die Promotorinnen und Promotoren, die aus ganz Baden-Württemberg angereist waren, im Foyer des Landtags über die vielfältigen positiven Wirkungen des Fairen Handels. Sie machten darauf aufmerksam, dass der Faire Handel gerechte Preise ermöglicht, aber auch die Wertschöpfungskette befördert, die Artenvielfalt durch ökologischen Anbau schützt, Investitionen in kommunale Infrastrukturen wie Krankenhäuser ermöglicht sowie Frauen stärkt, da sie oftmals Leitungsfunktionen übernehmen. Zahlreiche Landtagsabgeordnete bekannten sich zum Fairen Handel und ließen sich mit dem Label „Fairer Handel wirkt!“ fotografieren.

Landtagspräsidentin Muhterem Aras betonte in ihrer Rede im Foyer des Landtags: „Fairer Handel ist kein Almosen – er ist Welt-Innenpolitik in unserem ureigenen Interesse!“ „Dem nicht unerheblichen Fluchtgrund Armut kommen wir zum Beispiel bei, wenn wir unseren – wenngleich kleinen – auch persönlichen Beitrag dazu leisten und den freien Handel in Fairen Handel verwandeln! Wenn es keine Produkte zu Schleuderpreisen mehr gibt, und wenn die kleinen Hersteller in Afrika und in Asien von ihrer Arbeit leben können“. Die Politik habe die Möglichkeit, global einen neuen Geist des Wirtschaftens zu fördern und entsprechende Regeln durchzusetzen! Aras sagte, sie freue sich darüber, dass im Landtag mittlerweile ausschließlich fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt werde.

Darüber hinaus machte sie auf die Handy-Aktion aufmerksam und forderte dazu auf, alte Handys einem Recycling zuzuführen. Gelegenheit dazu bot sich an diesem Tag im Landtag: Die Trägerorganisationen der Handy-Aktion informierten über die problematischen Folgen der Rohstoffgewinnung, über die Herstellung und Weiterverwertung der mobilen Kommunikationsmittel und sammelten nicht mehr genutzte Handys ein.

Foto: Landtagspräsidentin Muhterem Aras mit Fairhandels-Beraterin Elena Muguruza (DEAB) und Paulino Miguel, Eine-Welt-Fachpromotor für Migration und Entwicklung
Informationen: Elena Muguruza, Tel. 0711-2207977, elena.muguruza@deab.de


„Faire Preise bedeuten Wertschätzung“ – Faire Woche 2016 wurde in Stuttgart eröffnet

Faire Woche 2016

Die „Faire Woche“ fand vom 16. bis 30. September 2016 statt. Sie ist die bedeutendste Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland. In Baden-Württemberg fiel der Startschuss zur Fairen Woche mit der von rund 100 Gästen besuchten Eröffnungsveranstaltung „Fairer Handel wirkt: Vielfalt als Grundlage des Lebens in Peru“ in Stuttgart am 16. September 2016 im Haus der katholischen Kirche.

Die peruanischen Kleinbäuerinnen Yanet Garay und Espirita Guerrero von der Kooperative Agropia berichteten auf der Tagung über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Fairen Handel und stellten eindrucksvoll dar, welche breite Wirkung dieser entfaltet. Neben positiven Wirkungen auf Naturschutz und Artenvielfalt durch den ökologischen Anbau traditioneller Kartoffelsorten, konnte auch der Lebensstandard der beteiligten Kooperationsmitglieder gehoben werden. Positiv bemerkbar machte sich vor allem die Verarbeitung der angebauten Kartoffeln zu Chips, welche nach Europa exportiert werden und in vielen Weltläden Baden-Württembergs erhältlich sind. Sie kommen über die Fairhandelsgenossenschaft dwpeG in Ravensburg in den Handel. Thomas Hoyer, Geschätsführer dwpeG: „Im Zentrum des Fairen Handels steht die faire Entlohnung orientiert an den menschlichen Bedürfnissen“. Die Kleinbäuerinnen stimmten diesem Statement zu und betonten: „Für uns bedeutet der Faire Handel nicht nur faire Preise, sondern auch eine angemessene Wertschätzung unserer Produkte“. 

Doch es gibt Schattenseiten. Produzenten des Fairen Handels und ihre Familien sind durch die Folgen des massiven Bergbaus in Peru bedroht. Vor allem Kupfer, Gold, Zink und Silber werden unter Missachtung von Menschenrechten und Naturschutz abgebaut und exportiert. „Mehr als die Hälfte der indigenen „Bauerndorfgemeinschaften“ sind vom Bergbau betroffen“, so Fairhandels-Beraterin Elena Muguruza, Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg,  DEAB. Mit Blick auf ihr Heimatland Peru sagte sie:„Vor allem das Wasser und der Boden sind massiv durch die im Bergbau eingesetzten Chemikalien bedroht. Doch die Erde ist unsere Mutter. Wenn sie stirbt, sterben wir“.

Ehrengast der Veranstaltung war Theresa Schopper, Staatssekretärin im Staatsministerium, die in ihrem Statement insbesondere die positiven Wirkungen des Fairen Handels hervorhob.
In den nächsten Tagen darf in ganz Baden-Württemberg gefeiert werden: Mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen machen Engagierte auf den Fairen Handel aufmerksam, wobei auch der Genuss nicht zu kurz kommen wird.

Informationen: Elena Muguruza, Tel. 0711-2207977, elena.muguruza@deab.de


Make Fruits Fair

„Make Fruit Fair“ stieß auf Interesse

Die Veranstaltung „Make Fruit Fair! – Wir haben es in der Hand“ fand im Stuttgarter Rathaus statt. Bürgermeister Wölfle begrüßte die Besucher*innen. Eva Herrmann von finep sprach über die Kampagne „Make Fruit Fair“ und eröffnete die zugehörige Ausstellung, welche die Themen Verbraucher/Einkauf, Produktionsbedingungen und das Wirtschaften großer Lebensmittelkonzerne in Bezug auf Südfrüchte behandelte. Alternative Handlungsmöglichkeiten wie der Einkauf von fair gehandelten Früchten wurden aufgezeigt. Danach fand die Verkostung von getrockneten und frischen Südfrüchten aus dem Weltladen an der Planie statt. Es waren circa 30 Besucher*innen anwesend, die gezielt Fragen stellten.

Elena Muguruza, Tel. 0711-2207977, elena.muguruza@deab.de


Pidekaffee-Verkostung

Im Weltcafé in Stuttgart fand eine Pidekaffee-Verkostung in Kooperation mit dem Kaffeewerk Zollernalb statt. Dort wird der Pidekaffee seit diesem Jahr für verschiedene Weltläden geröstet. Zur Veranstaltung kamen zwei Vertreter des Kaffeewerks und bauten einen kleinen Kaffeestand im Hof des Weltcafés auf. Während der Verkostung wurde sowohl die integrative Rösterei vorgestellt als auch der Anbau bzw. die Produktionsbedingungen des Pidekaffes. Deutlich wurden die Vorteile einer Fairhandelsbeziehung sowohl für europäische Konsument*innen als auch für die peruanischen Bäuerinnen und Bauern.

Elena Muguruza, Tel. 0711-2207977, elena.muguruza@deab.de


Neu beim DEAB: Christine Neher

Christine Neher

Seit 1. September bin ich als Fair-Handels-Beraterin und Fachpromotorin Fairer Handel zuständig für das östliche Baden-Württemberg. Davor habe ich als Innenarchitektin in der Ladenplanung gearbeitet und mich seit über zehn Jahren ehrenamtlich in verschiedenen Weltläden engagiert. Außerdem habe ich den Aufbaukurs QualiFair der Weltladen-Akademie absolviert. Ich freue mich, als Fairhandels-Beraterin mein ehrenamtliches Engagement mit den Aufgaben aus meiner bisherigen Berufstätigkeit kombinieren zu können und möchte Weltläden und Aktionsgruppen beraten, vernetzen und weiterbilden, um u.a. Weltläden professioneller und bekannter zu machen und die (meist ehrenamtlichen) Mitarbeiter*innen zu befähigen, kompetent und selbstbewusst die Ziele des Fairen Handels umzusetzen.

Christine Neher, Fairhandelsberaterin Ost-Baden-Württemberg und Fachpromotorin Fairer Handel, Tel. 0731 - 40 31 03 93, christine.neher@deab.de


Neu beim DEAB: Ajit Thamburaj

Ajit Thamburaj

Seit September 2016 unterstütze ich das DEAB-Team in der Geschäftsstelle in Stuttgart als „Projektreferent für Interkulturelle Öffnung“. Meine Arbeitsschwerpunkte sind dabei die Unterstützung von Migrant*innen, die sich entwicklungspolitisch engagieren (wollen), die Förderung einer rassismuskritischen Zusammenarbeit sowie die Auseinandersetzung mit kolonialen Kontinuitäten in der Entwicklungspolitik. Durch mein Studium der Politikwissenschaft und als ausgebildeter Online-Journalist habe ich mich intensiv mit entwicklungspolitischen Themen sowie mit rassismuskritischen Perspektiven beschäftigt und freue mich daher sehr, den DEAB bei dem Prozess der Interkulturellen Öffnung begleiten zu dürfen. Gerne stehe ich Ihnen als Ansprechperson für diesen Bereich zur Verfügung.

Ajit Thamburaj, Projektreferent für interkulturelle Öffnung, Tel. 0711 – 66 48 97 71, ajit.thamburaj@deab.de


DEAB mit neuem Projektbereich „Interkulturelle Öffnung“

Nicht zuletzt die Wahlerfolge von Rechtspopulist*innen zeigen: Auch in der „Mitte der Gesellschaft“ sind Vorurteile und Stereotypen bis hin zu offenem Rassismus wieder auf dem Vormarsch. Migration wird von vielen Menschen weiterhin überwiegend als Problem wahrgenommen.

Als entwicklungspolitisch engagierte Zivilgesellschaft Baden-Württembergs wissen wir, welch bedeutenden Beitrag Migrant*innen & Diasporaorganisationen in Baden-Württemberg für die Eine-Welt-Arbeit leisten. Durch den neuen Projektbereich „Interkulturelle Öffnung“ möchte der DEAB daher eine noch engere Zusammenarbeit mit entwicklungspolitisch engagierten Migrant*innen-Organisationen suchen und diesen mit ihren Anliegen und Kompetenzen eine Plattform im DEAB bieten.

Zu dem Prozess einer interkulturellen Öffnung zählt aber auch die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle in der Eine-Welt-Arbeit. Welche Stereotypen haben wir im Kopf, wenn wir vom 'Globalen Süden' reden? Inwiefern schließen auch wir Menschen in unserer Arbeit aus? Wie können wir strukturelle Rassismen erkennen und uns (selbst-)kritisch damit auseinandersetzen? Insbesondere Varianten wie der kulturelle Rassismus, aber auch das (ungewollte) Fortleben kolonialistisch geprägter Denkmuster und Handlungsweisen spielen auch in der Entwicklungspolitik immer noch eine Rolle und sollten gemeinsam kritisch reflektiert werden, zum Beispiel in Form von Fortbildungen sowie zielgruppenspezifischen Workshops.

Ab Anfang 2017 wird es eine Projektunterseite auf der DEAB-Website geben, auf der sich entwicklungspolitisch interessierte Migrant*innengruppen sowie DEAB-Mitgliedsgruppen über das Projekt sowie anstehende Veranstaltungen informieren können.

Ich stehe Ihnen gerne als Kontakt für den Projektbereich „Interkulturelle Öffnung“ beim DEAB zur Verfügung und freue mich auf Ihre Nachricht.

Ajit Thamburaj, Projektreferent für interkulturelle Öffnung, Tel. 0711 – 66 48 97 71, ajit.thamburaj@deab.de


MenschenWürdiges Gedenken: Grabmale aus verantwortlicher Herstellung

In der letzten Legislaturperiode konnte keine rechtssichere Lösung für die Kommunen zum Verbot von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit und Schuldknechtschaft erreicht werden. Die Zivilgesellschaft kann jedoch durch Sensibilisierungsarbeit einen Beitrag leisten. Nutzen Sie die anstehenden Tage, wie den Totensonntag oder den Volkstrauertag, auf eine verantwortliche Herstellung von Grabsteinen hinzuweisen. Im gemeinsamen Beschaffungsprojekt des DEAB und der Werkstatt Ökonomie Heidelberg sind zum Beispiel Musteranzeigen entstanden, die in der Tageszeitung oder in den Stadtanzeigern auf den einschlägigen Seiten geschaltet werden können. Die Vorlagen finden Sie unter www.mehr-recht-als-billig.de.

Für weitere Aktionen können Plakate (A2) und Klappkarten „MenschenWürdiges Gedenken“ bei Uwe Kleinert oder Uta Umpfenbach bestellt werden: uwe.kleinert@woek.de oder u.umpfenbach@deab.de.


Anmelden: Aktionstage „FAIR macht Schule!“

Nach Auswertung und Abschluss der ersten Projektphase von „FAIR macht Schule!“ startete nun im September die zweite Phase der Aktionstage. Die Aktionstage werden für Schulklassen und Projektgruppen aller Schularten ab Klasse 8 und jetzt auch für – insbesondere kirchliche – Jugendgruppen in Baden-Württemberg angeboten. Hier setzen sich Jugendliche mit Themen rund um nachhaltigen Konsum, Fairen Handel, Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen und der öffentlichen Beschaffung auseinander und entwickeln Ideen, wie sie sich persönlich, in der Schule und/oder Kommune für menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit einsetzen können. Qualifizierte Multiplikator*innen begleiten die Umsetzung der Aktionstage vor Ort. Interessierte Schulen und Jugendgruppen können sich an den DEAB wenden.

Kontakt: Julia Keller, julia.keller@deab.de, Tel. 0711-66 48 73 28, Mobil 0175-7151003
Weitere Informationen: www.fair-macht-schule.de


Einladung: Regionales Netzwerktreffen auf kommunaler Ebene

Der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) lädt gemeinsam mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und der Stadt Herrenberg am 15. November zum zweiten regionalen Netzwerktreffen Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene für das Bundesland Baden-Württemberg ein. Die regionalen Netzwerktreffen bieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kommunen und Landkreisen aus den Fachbereichen Integration, Internationales, Städtepartnerschaften, Lokale Agenda 21 und Umwelt sowie Vertreterinnen und Vertretern von migrantischen Organisationen und von entwicklungs- und integrationspolitischen Vereinen ein Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung zum Handlungsfeld „Migration und Entwicklung“ Ort: Herrenberg (Mitmach-Haus Klosterhof).

Anmeldung bis 27. Oktober: Vera Strasser, Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene, Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH, Tel. 0228 – 20 717-345, vera.strasser@engagement-global.de


Demonstration für gerechte Handelspolitik

Über 30.000 Menschen waren am 17. September in Stuttgart auf der Straße, um gegen die geplanten Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA, CETA und TTIP, zu demonstrieren. Der badische Landesbischof Cornelius-Bundschuh brachte für die Eine Welt Bewegung die Anliegen der Menschen im globalen Süden für eine gerechte Handelspolitik zum Ausdruck. Der DEAB war am Demo-Bündnis beteiligt und mit einem Infostand präsent.

Johannes Lauterbach, Eine Welt Regionalpromotor im Raum Stuttgart, Tel.07071 – 255609, j.lauterbach@initiative-colibri.org


Schüler*innenkongress Global Eyes 2017

Der 4. Schüler*innenkongress „Global Eyes – Augen auf für eine zukunftsfähige Welt“ rund um Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung findet am 12. Mai 2017 im Haus der Begegnung in Ulm statt. Rund 400 Schüler*innen ab Klasse 7 aus Ulm und der Region sind eingeladen, an diesem Tag weltweite Zusammenhänge zu entdecken, eigene Konsum- und Verhaltensmuster zu reflektieren und sich mit Handlungsmöglichkeiten für eine zukunftsfähige Welt zu beschäftigen. Schirmherrin ist Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Insgesamt 40 Workshops und ein buntes Rahmenprogramm werden beweisen, dass die Beschäftigung mit Zukunftsfragen in einer globalisierten Welt durchaus Freude machen kann. Für Lehrer*innen wird es ein eigenes Fortbildungsangebot zum Globalen Lernen geben. Auf dem Bildungsmarkt können die Teilnehmenden spannende Akteure und Schulprojekte aus dem Bereich des Globalen Lernens kennenlernen.

Der Kongress wird von der Ulmer Volkshochschule und dem DEAB, in Kooperation mit der Stadt Ulm und dem Haus der Begegnung organisiert.
Informationen und Vorab-Anmeldung: Kirsten Tretter, globaleyes@vh-ulm.de, Tel. 07 31 - 15 30 36, www.global-eyes-bw.de


Handreichung „Global How?“ – jetzt auch in deutscher Sprache erhältlich

Die Handreichung zur Qualifizierung von Multiplikator*innen des Globalen Lernens „Global How?“ kann nun auch in deutscher Sprache beim DEAB bestellt werden. Das Dokument ist Ergebnis des Projektes „Facilitating Global Learning“, das sich zum Ziel gesetzt hat, außerschulisches Globales Lernen in Deutschland, Portugal und Rumänien zu stärken. Es soll Trainer*innen bei der Konzeption und Umsetzung von Qualifizierungsangeboten für Multiplikator*innen des Globalen Lernens unterstützen. Ganz im Sinne des Globalen Lernens enthält es keine fertigen Rezepte, sondern gibt Anregungen und Impulse, um Kurskonzepte zu erstellen, die an den jeweiligen Kontext und die spezifischen Bedarfe der Teilnehmer*innen angepasst sind. Herausgeber*innen sind der DEAB, EPiZ Reutlingen, finep, IMVF (Portugal), AIDGLOBAL (Portugal) und APSD-Agenda 21 (Rumänien).

Bestellungen: Gabriele Radeke, globales-lernen@deab.de
Download: Global How? Handreichung zur Qualifizierung von Multiplikator/innen des Globalen Lernens




Das Eine Welt-PromotorInnenprogramm in Baden Württemberg


Vernetzungstreffen zur Agenda 2030 war erfolgreich

Am ersten Vernetzungstreffen zu den neuen nachhaltigen Entwicklungszielen – Sustainable Development Goals (SDGs) – im Landkreis Böblingen, am 19.Juli 2016 im Deufringer Schlosskeller, haben fünfzig Vertreter*innen der Kommunen und zivilgesellschaftlicher Gruppen teilgenommen. Das Treffen wurde vom Fairtrade-Town Bürgermeister Aidlingens zusammen mit dem Eine Welt Regionalpromotor Stuttgart und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) organisiert. Als nächsten Schritt soll es themenspezifische Treffen geben.

Kontakt: Johannes Lauterbach, Eine Welt Regionalpromotor im Raum Stuttgart, Tel.07071 – 255609, j.lauterbach@initiative-colibri.org


So werden ihre Projekte inklusiv!
Seminar: So werden Ihre Projekte inklusiv!, 12. November 2016, 9:30 bis 18 Uhr, Stuttgart, Welthaus/Globales Klassenzimmer

Sie möchten Inklusion in Ihren Projekten umsetzen? Sie möchten Menschen mit Behinderungen als Akteure in ihren Projekten gewinnen? Sie wissen aber noch nicht wie? Die Antworten auf diese Fragen erhalten Sie in der Fortbildung „Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit (EZ)“.
Das Fortbildungsangebot der Christoffel Blindenmission (CBM) besteht aus einem eintägigen Seminar und einem Coachingangebot im Nachgang zum Seminar.
Der Inhalt des Seminars: Behinderungen in Kontext der EZ verstehen, Ansätze & Methoden der inklusiven Projektarbeit, Fachberatung an Projektbeispielen.
Mindestteilnehmerzahl: 10 (max. 15 Personen)
Sollten Sie in Stuttgart übernachten müssen, setzen Sie sich gerne mit der SEZ in Verbindung. Veranstaltung in Kooperation mit der Christoffel-Blindenmission (CBM), die langjährige Erfahrung in der Arbeit mit und für Menschen mit Behinderungen hat. Sie ist in 650 Projekten in 63 Ländern des Globalen Südens tätig.

Kontakt: Astrid Saalbach, Fachpromotorin für Partnerschaften, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ), Tel. 0711 / 2 10 29-80, saalbach@sez.de


Brasilien-Treffen: Großprojekte in Brasilien - Auswirkungen auf Mensch und Natur
Veranstaltung: 23. November 2016, 19 bis 21 Uhr, Stuttgart, im Welthaus/Globales Klassenzimmer

Im Abkommen von Paris hat Brasilien ehrgeizige Ziele zur Reduktion des Klimawandels vorgelegt. Einen wichtigen Beitrag soll der Rückgang der Entwaldung liefern. Gleichzeitig verfolgt Brasilien seit Jahren ein veraltetes und zerstörerisches Entwicklungsmodell mit Großprojekten. Das international bekannte Staudammprojekt Belo Monte ist eines davon. Betroffene indigene Gruppen, Fischer und Kleinbauern protestieren seit Jahren mit nationalen wie internationalen Organisationen gegen dieses Projekt, das die Lebensgrundlage von mehr als 20.000 Menschen und den Regenwald zerstört.
Dieser Staudamm ist ein Teil eines großen Infrastrukturprogramms (Initiative zur Integration der regionalen Infrastruktur Südamerikas - IIRSA), an dem sich alle südamerikanischen Staaten beteiligen. Ziel ist die Entwicklung der Infrastruktur im Transport-, Energie- und Kommunikationssektor, um den Abbau und Export von Rohstoffen, vor allem nach Asien, zu verstärken.
Die Referenten berichten über einzelne Projekte und die damit verbundenen weitreichenden Auswirkungen auf die Lebens- und Wirtschaftsweisen der lokalen Bevölkerung und der Umwelt.
Referenten:
•  Thomas Brose, Geschäftsführer, Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder / Alianza del Clima e. V., Frankfurt
•  N. N., Greenpeace e. V.

Kontakt: Astrid Saalbach, Fachpromotorin für Partnerschaften, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ), Tel. 0711 / 2 10 29-80, saalbach@sez.de


Rückblick: Kolumbien-Treffen

Kolumbien-Treffen

Nach über 50 Jahren Gewalt in Kolumbien, die etwa 260.000 Menschen das Leben gekostet, fast sieben Millionen zu Flüchtlingen im eigenen Land gemacht hat und in die mehr als 14.000 Kinder verwickelt sind, unterzeichneten Ende September 2016 die kolumbianische Regierung und die größte Rebellengruppe FARC ein Friedensvertrag. Die Hoffnungen nach dem Abschluss dieses Vertrags waren groß, auch für die vielen Binnenflüchtlinge. Am 2. Oktober stimmten die Kolumbianer – für viele völlig überraschend – gegen dieses Friedensabkommen.

Die Referentin Stella Duque Cuesta, die mit einer Gruppe Frauen 1994 den „Taller de Vida“ (Lebenswerkstatt) gegründet hat, um Kinder, Jugendliche, Familien und Gemeinden, die gewaltsame Vertreibung und Gewalt erfahren mussten, berichtete am 5. Oktober 2016 in Stuttgart vor rund 70 Gästen von der aktuellen Lage in Kolumbien und über nun mögliche Wege für den Abschluss eines Friedensabkommens. Sie plädierte vor allem dafür, das Land jetzt nicht in ein Ja- und Nein-Lager zu spalten, sondern sich gemeinsam für die Befriedung Kolumbiens einzusetzen. Dafür sei auch internationale Unterstützung wie die aus Deutschland besonders wichtig.

Veranstalter: terre des hommes Stuttgart e. V. und Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ).
Kontakt: Astrid Saalbach, Fachpromotorin für Partnerschaften, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ), Tel.: 0711 / 2 10 29-80, saalbach@sez.de


Vernetzung zur EU-Entwicklungspolitik

Am 25. Oktober findet in Stuttgart das Vernetzungstreffen zu den entwicklungspolitischen Auswirkungen der EU-Aussenwirtschaftspolitik statt, mit Rückblick auf die Bildungs- und Lobby-Reise nach Brüssel im Juni 2016 und Ausblick auf die Aktivitäten 2017. Termin: 18 Uhr im Hospitalhof Stuttgart.

Anmeldung: Johannes Lauterbach, Regionalpromotor für den Großraum Stuttgart, j.lauterbach@initiative-colibri.org


Film: Voices of Violence

Anlässlich des Internationalen Gedenktags „NEIN zu Gewalt an Frauen“ finden in drei Städten Filmvorführungen des Dokumentarfilms "Voices of Violence" statt: in Rastatt am 22. November, in Karlsruhe am 23. November, in Offenburg am 24. November. Filmemacherin Claudia Schmid wird nach der Filmvorführung über ihre Arbeit mit den Frauen in der Demokratischen Republik Kongo berichten.

Kontakt: Jochen Walter, Regionalpromotor für Mittelbaden, Weltladen Regentropfen Offenburg, Tel. 0781 – 77223, eine-welt@weltladen-offenburg.de


Seminar „Projektmanagement“

Freitag 18.11.2016, 15:00 – 20:00 Uhr, Ort: Ev. Gemeindehaus, Gartenstr. 1, 78532 Tuttlingen. Ehrenamtlich Aktive sehen sich oft mit anforderungsvollen Aufgaben des Projektmanagements konfrontiert. Das Seminar will den gesamten Projektzyklus aufzeigen und diskutieren: Projekte müssen geplant, geleitet, koordiniert, gesteuert und kontrolliert werden. Passend zu der jeweiligen Projektphase werden Grundkenntnisse sowie praktische Methoden und Instrumente vermittelt.

Anmeldung bis 10.11.2016 an Sophie Reddemann, ISC Konstanz, sophie.reddemann@isc-konstanz.de oder Tel. 0160 98 98 58 28.


Neue Ziele für nachhaltige Entwicklung
Im Rahmen der Reihe „Euer Europa – unser Europa“ der Volkshochschule Stuttgart
Mittwoch, 30. November 2016, 18.30 Uhr, Treffpunkt Rotebühlplatz, Stuttgart

Im September 2015 verabschiedete die UN-Generalversammlung die Ziele für nachhaltige Entwicklung, die bis 2030 erreicht werden sollen. Die Referenten gehen u.a. der Frage nach, ob in den neuen Zielen Potential für positiv-emanzipatorische Entwicklung benachteiligter Regionen und Gruppen dieser Welt steckt. Welche Verantwortung hat Europa für die Erreichung dieser Ziele? Lassen sich die Ziele mit dem geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) vereinbaren? Und welche Möglichkeiten bieten die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Zivilgesellschaft, um politisch wirksamer zu werden?
Referent*innen: Elena Muguruza, Fachpromotorin Fairer Handel, und Johannes Lauterbach, Eine Weltregionalpromotor Raum Stuttgart
in Kooperation mit Eine Welt Promotorenprogramm Baden-Württemberg und Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V.



DEAB-Termine

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